| Soll man den Weg planen und sich darauf vorbereiten? |
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Man kann sicher mit einer Trinkflasche , einem Mantel, einer Pilgerflasche und einer Jakobsmuschel losgehen und wird wahrscheinlich auch irgendwann ankommen. Vielleicht wird so das Erleben intensiver , tiefer. Wenn man ein beschränktes Zeitbudget hat und trotzdem den Weg kennelernen möchte ist die Variante mit dem Rad eine Sinnvolle. Heute , danach, weiss ich dass ich den Weg sicher auch gehen werde . Aber ohne eine schon festgelegten Rückflug, ohne geplante Tagesetappen mit der Muße auch an Orten zu verweilen und andere in den Weg miteinzubeziehen. Mein Ziel war es den Weg innerhalb von etwa 14 Tagen zurückzulegen. Für An- und Abreise 4 Tage, der Rest für den eigentlichen Weg. 760 km wie man aus dem Pilgerpass ersieht oder etwas mehr (900 km bei mir) wenn man die Radkarte zur Planung heranzieht. Dies würde dann zwischen 80 bis 100km /Tag bedeutend. Genau dort lag dann auch die tatsächliche zurückgelegte Strecke. Gut dass man zu dem Zeitpunkt noch nicht weiss dass neben der Entfernung auch die zu zurücklegenden Höhendiffernzen eine wichtige Rolle spielen werden. In meinem Fall waren es etwa 11.000 Hm ( Höhenmeter) Also im Schnitt etwa 1000 Hm / Tag und das mit dem Gepäck. In meinem Fall ca 25-30Kg da ich auch noch ein Zelt mitnahm und auch sonst nicht zu knausrig beim Zusammenstellen der Packliste war.
Meinen Weg geplant habe ich anhand des Pilgerpasses der auf seiner Rückseite die Entfernungen zwischen Orten angibt und die man auch zur Planung der Tagesetappen verwenden kann mit der Karte von bike-line - Jakobs-Radweg- auch Varianten eingeplant und Abschnitte die nicht direkt am Fussweg verlaufen. Diese Beschreibung weicht allerdings teilweise sehr vom Fußweg ab . Am Weg selbst habe ich vor allem den Jakobswegführer von Cordula Rabe verwendet. Nicht mitgenommen hatte ich die Ausdrucke aus Google Earth die, obwohl vorbereitet , mir dann doch zuviel des Guten erschienen. Wirklich brauchen tut man nicht wirklich viel. Deshalb auch in der Vorbereitung ist der Verzicht schon der erste Schritt auf den Camino. Die Anreise erfolgte mit dem Flugzeug ( und dem Rad im Gepäck) nach Pamplona. Als alternative Möglichkeit stand dann noch die Anreise mit dem Zug zur Überlegung. Diese Möglichkeit wurde aber aus Zeit und auch Kostengründen wieder verworfen. Wer hier nun auf die obligatorische Packliste wartet : hatte ich nicht - man vergisst sowieso immer wieder etwas. Und dem Rad macht das eine oder andere Kilo nicht zuviel aus.
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